Infos zum Formular A 1, das das Formular E 101 ersetzt und im Rahmen der Entsendung von Arbeitskräften innerhalb der EU benötigt wird.

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Das Formular A 1 ist bei der Entsendung von Personal in ein anderes Land zu verwenden. Im Falle einer Entsendung von Arbeitnehmern aus Osteuropa (Werkverträge und Dienstverträge) wird hierdurch der Versicherungsschutz im Heimatland (also z.B. Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn) bestätigt. Die Behörden im Land, in dem die eigentliche Leistung dann erbracht wird, prüfen das Vorhandensein des Formulars A 1 (früher: E101) - und überzeugen sich so davon, dass eine legale Beschäftigung vorliegt.

Für osteuropäische Arbeitnehmer, die über das Verfahren für Saisonarbeitskräfte eine Beschäftigung aufnehmen, findet das Formular A1 keine Anwendung, da hier eine Versicherungspflicht in Deutschland besteht.

Das Formular A1 ist jedoch im Fall einer Erbringung landwirtschaftlicher Dienstleistung durch eine ausländische Firma zu nutzen . Beide Fälle können umgangssprachlich als Saisonarbeit bezeichnet werden, sollten aber arbeitsrechtlich klar getrennt betrachtet werden. Wie lange eine Entsendung dann andauert, ist nicht von Belang. 

Im Bereich der Landwirtschaft ist der Dienstvertrag eine Ausnahme. Hier findet meist der Werkvertrag Anwendung, bei dem eine genau definierte Leistung erfolgreich zu erbringen ist. Die Unterscheidung dieser beiden Vertragstypen, die jeweils im BGB geregelt sind, ist mitunter schwierig.

Hier finden Sie weitere Information zur Unterscheidung zwischen Werkvertrag und Dienstvertrag.

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Das Formular A1 kurz erklärt

Das Formular A 1 ersetzte zum 1. Mai 2010 das zuvor genutzte Dokument E 101. Aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 und der  Durchführungsverordnung (EG) Nr. 987/2009 wird der Nachweis der Sozialversicherung von entsendeten Mitarbeitern von diesem Zeitpunkt an bei Entsendungen innerhalb der Europäischen Union durch das neue Dokument A 1 erbracht.

Diese Rechtsbasis zur Entsendung regelt die Möglichkeit der Erbringung von Dienstleistungen und wird besonders gerne in der Landwirtschaft genutzt wird. Durch den hohen bürokratischen Aufwand und Bearbeitungszeit seitens der örtlichen Behörden ist eine Entsendung nur bei einem größeren Personalbedarf sinnvoll.

Bei Entsendung keine Steuern- und Sozialabgaben in Deutschland

Gegenüber dem bei Kurzeinsätzen beliebten Einsatz von Saisonarbeitskräften nach der Saisonarbeiterregelung, die mit dem Ende des Jahres 2013 wegfallen wird, ist der Einsatz von entsandten Arbeitnehmern bei einem längerfristigen Bedarf (maximal sind nach der neuen Regelung 24 Monate möglich) eine in jeder Hinsicht sehr kostengünstige Variante.

Steuern und Sozialabgaben werden bei Werkverträgen durch die entsendende Firma im Heimatland des Arbeitnehmers abgeführt. Um genau dies im Falle einer Überprüfung durch deutsche Behörden (Zoll) nachzuweisen, ist das durch die Arbeitsämter des Heimatlandes ausgestellte und EU-weit standardisierte Formular A 1 erforderlich.